- Werbung -

Die Barf Umstellung für alte oder allergische Hunde

Auch wenn sich die Rohfütterung immer größerer Beliebtheit erfreut, bleibt sie bestimmten Hundegruppen leider oft verwehrt. Alte oder kranke Hunde kommen oft nicht in den Genuss, saftiges frisches Fleisch im Napf zu finden, weil Herrchen oder Frauchen zu große Angst haben, etwas falsch zu machen. Dabei können gerade Hunde mit Futterproblemen oder gesundheitlichen Einschränkungen vom Barfen profitieren! Warum sollte der Senior hartes Trockenfutter voller künstlicher Zusatzstoffe knabbern, wenn gewolftes Frischfleisch ihm so viel mehr Lebensenergie schenken könnte? Wenn man ein paar Punkte beachtet, ist die Umstellung auf Barf eine große Chance für alte und allergische Hunde, ihr Futter wieder genießen und verwerten zu können.

Die richtige Umstellung im Alter

Für alte Hunde ist, genau wie für alte Menschen, die richtige Ernährung ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Wichtig ist dabei, ob es schmeckt, gut gekaut werden kann und den Körper fit sowie gesund hält.

Durch das Barfen können die Inhaltsstoffe, die den jeweiligen Bedürfnissen des Hundes exakt entsprechen, angepasst werden. Je nach Leiden oder Problembereich werden Zusatzstoffe beigefügt, die unterstützend oder heilend wirken. Die für die Beschwerden richtigen Fleisch- und Gemüsesorten können ausgewählt und die passende Konsistenz erstellt werden.

Für Hunde mit Zahnproblemen oder komplett zahnlose Senioren bietet es sich an, das Futter zu wolfen oder gar zu pürieren. Die Knochen für die Kalziumzufuhr ersetzt man dann am besten durch Knochenmehl. Gerade für ältere Hunde bedeutet eine Umstellung oft Stress. Also nicht von einem Tag auf den anderen umstellen. Sondern am besten erst einmal etwas Barf dazu geben und nach und nach die bekannten Mahlzeiten damit ersetzen.

Hund liegt ruhig da: Auch ein älterer Hund kommt beim Barfen voll auf seine Kosten
katjasv / Pixabay, creative commons public domain

Was bringt Barf dem Senior?

Ältere Hunde neigen oft zu Übergewicht, weil sie sich weniger bewegen. Das kann Barf vorbeugen, da die Zusammensetzung der jeweiligen Aktivität angepasst werden kann.

Hat der Hund also eine trägere Phase, füttert man einfach mageres Fleisch. Ist er im Sommer wieder aktiver, kann etwas fettigeres Fleisch in den Napf kommen. Auch auf den individuellen Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Futterzusätzen kann passgenau eingegangen werden.

Rohes Fleisch wird nicht nur viel lieber gefressen, sondern auch besser verdaut und verwertet. Gerade alte Hunde haben oft Verdauungsprobleme und erfahren durch das Barfen oftmals große Erleichterung, da die Füllstoffe, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker von handelsüblichem Fertigfutter wegfallen.

Die richtige Umstellung bei Allergiker-Hunden

So wie wir Menschen immer mehr Allergien auf Inhaltsstoffe von Fertigprodukten entwickeln, wehrt sich auch der Organismus des Hundes oft gegen Fertigfuttermittel. Oft sind es Füllstoffe, Konservierungsstoffe, Getreide oder Zuckerzusätze, die dem Hund Probleme bereiten. Da der Hundehalter niemals genau sagen kann, was in Fertigfutter enthalten ist, ist es meist eine lange Suche nach verträglichem Futter.

Im Vergleich dazu kommen beim Barfen nur die Nahrungsmittel in den Napf, welche dem Hund gut bekommen.

Durch die Ausschlussdiät tastet man sich langsam an die Zusammenstellung des eigenen Futters heran. Zu Beginn am besten eine Fleischsorte und Gemüsesorte wählen, die in herkömmlichem Futter nicht enthalten sind und der Hundeorganismus noch nicht kennt.

Als Fleisch eignet sich zum Beispiel Känguru oder Büffel. Auch auf Getreide und Milchprodukte sind viele Hunde allergisch. Daher sollte nur Reis dazu gefüttert und auf Milch komplett verzichtet werden. Füttert man über mehrere Wochen nur diese Diät, ohne dass der Hund allergisch reagiert (etwa mit Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder Haarausfall), gilt das Nahrungsmittel als sicher und die nächste Fleischsorte ist an der Reihe. Wird immer nur eine Sorte neues Fleisch, Gemüse oder Nahrungsergänzung hinzugefügt, kann man genau sagen, was der Auslöser war, wenn eine Allergiereaktion beginnt.

Was bringt das Barfen dem Allergiker?

Durch die Ausschlussdiät mit selbst gemischtem Rohfutter erspart man als Hundebesitzer seinem Hund eine lange und qualvolle Testphase von Futtersorten. Man hat selbst im Griff, was der Hund frisst, weiß ganz genau was drin ist und kann alles auf den Hund abstimmen.

Der Hund hat bald wieder Freude am Futter, denn das damit verbundene Unwohlsein bleibt aus. Hinzu kommt, dass frisches, rohes Fleisch ihm auch wesentlich besser schmeckt. Die Aromen und Säfte sind natürlich, es besteht nicht zu großen Teilen aus Wasser oder für den Hund nutzlosem Getreide. Wenn man sich schrittweise an neue Fleisch- und Gemüsesorten heran tastet, bleibt auch die Vielfalt nicht auf der Strecke.

Ein aktiver Allergiker-Hund durch die Barf Umstellung
jklugiewicz / Pixabay, creative commons public domain

Barf für Senioren und Allergiker

Richtig geplant und durchgeführt ist die Rohfütterung auch für Hunde mit Futterproblemen geeignet. Sie bietet sogar mehr Möglichkeiten und weniger Risiken als das ratlose Durchtesten von Fertigfutter in der Hoffnung, irgendwann das Richtige zu finden. Jeder Hund hat es verdient, Freude an seiner Nahrung zu haben, egal wie alt oder krank er ist.

Schließlich möchten wir auch nicht jeden Tag trockenes Müsli essen, welches uns dann auch noch Verdauungsbeschwerden und Ausschlag beschert. Jeder Hundebesitzer, der sich die Mühe macht, seinen alten oder kranken Hund zu barfen, muss zwar etwas Zeit und Geduld in die Zusammenstellung investieren. Am Ende wird er aber mit einem fitteren und glücklicheren Vierbeiner belohnt.

Quelle Titelbild: Original_Frank / Pixabay, creative commons public domain