Muss ich meinem Hund Salz ins Futter geben?

Auf den ersten Blick wirkt die Frage, ob der Hund Salz braucht etwas eigenartig und würde von jedem Hundehalter sofort kategorisch mit „Nein!“ beantwortet werden. Doch bei der Futterumstellung auf Barf muss man auch seine Denkweise ändern.

Hat man bisher immer penibel darauf geachtet, dass dem Dosenfutter nicht zu viel Salz zugefügt wurde, so unterliegt das Barfen ganz eigenen Richtlinien. Hat man aber erst einmal verstanden, warum spezifische Inhaltsstoffe dem Fleisch, Obst und Gemüsebrei hinzuzufügen sind, erscheint alles mehr als logisch.

Gerade Barfen bedeutet ja auch, dass man sich mit der Ernährung des Hundes ausführlich beschäftigt. Nach der ersten Eingewöhnungsphase klappt dies ganz reibungslos und man bietet seinem geliebten Vierbeiner hochwertiges Futter für ein langes und gesundes Hundeleben an.

Warum gebe ich dem Hund Salz ins Futter?

Barf orientiert sich an der natürlichen und ursprünglichen Ernährung des Wolfes und Wildhundes. Da aber die Vierbeiner zu Hause ihre Beute nicht selbst reißen und erlegen, muss man diese ursprüngliche Situation quasi nachempfinden.

Da das Fleisch aus dem Handel – egal ob Bioladen, Bauernmarkt oder Discounter – ausgeblutet verkauft wird, ist dies bereits ein großer Unterschied zum vom Wolf erlegten Beutetier. Diese Beute wäre nämlich blutig und würde zahlreiche Mineralien enthalten. Das ist bei Schlachttieren nicht der Fall.

Aus diesem Grund muss man deswegen den Kalium-Natrium Haushalt des Hundes ausgleichen und dem Hund Salz ins Futter zufügen. Besonders wichtig ist dies, wenn man ausschließlich Fleisch, Gemüse und Obst, aber keine Knochen und wenig Innereien füttert.

Dem Hund Salz hinzuzufügen ist Bestandteil des Barfens
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Welches Salz gebe ich dem Hund, und warum?

Man füttert dem Hund Salz, weil dies das Zusammenspiel aus Natrium, Kalium und Chlorid reguliert. Dadurch wird gewährleistet, dass alle wichtigen Nährstoffe in die Zellen gelangen und sogenannte Abfallstoffe aus dem Körper hinaus befördert werden. Deshalb ist es enorm wichtig, dass man dem Hund Salz beigibt.

Natürlich sollte man aber kein normales Kochsalz verwenden, da dies aufgrund des hohen Jodgehalts die Schilddrüsenfunktion des Vierbeiners durcheinanderbringen kann. So wie wir Menschen auch auf unsere gute und ausgewogene Ernährung achten, sollten wir beim Barfen und der Zubereitung des Hundefutters ebenfalls auch vorgehen. Optimal ist natürliches und nicht raffiniertes Meersalz oder Himalaya-Salz.

Wie gebe ich dem Hund Salz in sein Futter?

Auf keinen Fall sollte man jede Mahlzeit des Hundes salzen. Es ist völlig ausreichend ein bis zweimal pro Woche eine Prise des hochwertigen Meersalzes ins Hundefutter zu mengen.

Für viele ist es aber einfacher, sich eine sogenannte Sole herzustellen. Hierfür besorgt man sich im Reformhaus einen Salzblock. Dieser wird in ein dunkles Gefäß gepackt und mit gutem Leitungswasser aufgefüllt. Der Salzbrocken sollte, je nach Größe, von mindestens 60 Milliliter Quellwasser bedeckt sein. Dadurch lösen sich die Kristalle und schon hat man seine eigene Salzsole hergestellt. Mit einer Pipette oder Spritze nimmt man nun zweimal pro Woche ein paar Tropfen und träufelt sie über das Futter.

Aber auch Nüsse, Öle und Kräuter sind beim Barfen wichtig

Welche Mengen der Hund an Salz, Ölen und anderen Nahrungsergänzungsmittel wirklich benötigt, setzt sich immer aus verschiedenen Faktoren zusammen.

Ausschlaggebend dabei sind natürlich die Größe des Hundes, sein Gewicht und sein Aktivitätsgrad. Auch macht es einen Unterschied, welches Fleisch man füttert und ob der Hund Knochen oder Innereien frisst. Man sollte sich jedoch immer vor Augen halten, dass man sich selbst auch mit ausgewogener Ernährung besser und vitaler fühlt – dem geliebten Vierbeiner geht es da nicht anders.

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