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Fertigbarf: Ein guter Einstieg für Anfänger?

Wenn man sich mit dem Thema Barf beschäftigt, fühlt man sich schnell von der schier unendlich wirkenden Masse an Informationen und Besonderheiten erschlagen. Während viele im ersten Moment noch denken, dass man dem Hund beim Barfen nur ein bisschen Rohfleisch füttert, stellt sich doch schnell heraus, dass es um weit mehr geht: Vitamine und Nährstoffe, die korrekte Menge, ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Inhaltsstoffe zueinander. Für viele Menschen ist daher Fertigbarf die richtige Alternative, um den Hund mit allen lebenswichtigen Nährstoffen gesund zu ernähren.

Was man unter Fertigbarf versteht

Fertigbarf ist ein entweder in Dosen oder gefrorenen Portionsbeuteln verpacktes Rundum-Paket für Hunde, die mit Rohfleisch ernährt werden sollen. Es beinhaltet bereits alle notwendigen Zusatzstoffe bzw. Vitamine und nimmt dem Hundehalter so die Unsicherheit vor eventuellen Mangelerscheinungen. Natürlich ist auch die Zusammensetzung meist ideal, sodass sowohl die richtige Menge an Muskelfleisch als auch Innereien und Gemüse in jeder Portion zu finden ist. Während das fertige Rohfleisch in Dosen meist noch mit Konservierungsstoffen versehen oder hoch erhitzt wurde, um es haltbar zu machen, kommt die Gefrierversion des Fertigbarfs meist gänzlich ohne diese Anwendungsverfahren aus und besteht aus den reinen Bestandteilen.

Vorteile des Fertigbarfs

Fertigbarf bringt viele Vorteile mit sich, die man bei der Entscheidung – dafür oder dagegen – genau einkalkulieren sollte.

Zeitersparnis
Das vermutlich größte Argument für Fertigbarf ist die Zeitersparnis. Da die Portionen schon vorverpackt sind, muss man nur entweder die Dose öffnen oder den Portionsbeutel auftauen lassen und kann die fertige Mahlzeit direkt dem geliebten Vierbeiner vorsetzen. Das erspart eine mitunter mühselige Zusammenstellung eigener Barf-Gerichte, in denen neben Fleisch auch zahlreiche Gemüsesorten vorkommen sollten.

Mit Fertigbarf spart man in der Regel einiges an Zeit
annca / Pixabay, creative commons public domain

Platzersparnis
Auch beim Platz spart man im Vergleich zu frischem Barf eine Menge. Während das Rohfleisch im Kühl- oder Gefrierschrank zwar etwa genauso viel Platz wegnimmt wie das fertige Barf, sollte man ebenfalls die verschiedenen Gemüsesorten und Zusätze in die Berechnung miteinkalkulieren. Wenn man ganz auf frische Zutaten statt Pulver und Flocken setzt, kann dies mitunter den eigenen Platz im Kühlschrank deutlich einschränken. Und bringt auch einen dementsprechend häufigen Einkauf mit sich.

Optimale Nährstoffversorgung
Ein weiterer Aspekt ist die vollumfängliche Nährstoffversorgung, mit der man bei vorportioniertem Fertigbarf rechnen kann. Alle hochwertigen Fertigbarf-Menüs verfügen bereits über eine ausgewogene Mischung, die alle benötigten Zusätze abdeckt. Auch für Hunde mit speziellen Bedürfnissen sind verschiedene Sorten im Handel erhältlich, z. B. Fertigbarf für Allergiker oder Fertigbarf für übergewichtige Hunde. Gerade für Anfänger ist fertiges Barf also die ideale Möglichkeit, den Hund auf eine gesunde Art mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Nachteile des Fertigbarfs

Neben den zahlreichen Vorteilen gibt es jedoch auch einige Punkte, die durchaus gegen die Verwendung von Fertigbarf sprechen.

Die richtige Zusammensetzung
Obwohl in fertigem Barf natürlich schon alle lebenswichtigen Bestandteile vorhanden sind, sollte man doch bedenken, dass jeder Hund eigene und individuelle Bedürfnisse hat. Das fängt bei der Menge an, geht über die verschiedenen Nährstoffe bis hin zu gut verträglichen Fleischsorten. Gerade bei ernährungssensiblen Vierbeinern oder bei Unverträglichkeiten kann daher eine individuell zusammengestellte Portion deutlich gesünder für den Hund sein als Fertigbarf.

Wissen was drin ist
Ein weiterer Pluspunkt ist die genaue Übersicht über alle Inhaltsstoffe. Wenn man dem Hund eigene Barf-Portionen zusammenstellt, kann man sich sicher sein, keine versteckten Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker im Futter zu finden. Auch ist so sichergestellt, dass nur hochwertiges und echtes Fleisch (anstatt Fleischnebenerzeugnisse) den Weg in den Napf findet.

Ein Stück Fleisch zum selbst Zubereiten: Bei Fertigbarf weiß man nicht immer genau, was drin steckt
WikiImages / Pixabay, creative commons public domain

Kostenersparnis und weniger Abfall
Im Vergleich zu fertigem Barf ist die Herstellung eigener Portionen für den Hund meist deutlich günstiger. Wer selbst große Mengen an Fleisch, Gemüse und Obst kaufen und in einzelne Portionen zusammenfügen kann, spart dabei nicht nur eine Menge Geld, sondern vermindert auch die Entstehung größer Mengen Müll. Täglich eine oder mehrere Dosen bzw. Portionsbeutel gehen nämlich schon nach kurzer Zeit merklich ins Gewicht. Hier sollte man allerdings bedenken, dass man auch ausreichende Lagermöglichkeiten benötigt, damit das Kaufen größerer Mengen für den Hund Sinn macht!

Was beim Kauf von fertigem Barf beachtet werden muss

Wer Fertigbarf kaufen möchte, sollte auf jeden Fall auf eine hochwertige Zusammensetzung achten. Im besten Fall sollte das Futter über mindestens 80% Fleisch verfügen, sowie zusätzlich 20% Gemüse, Obst und weitere Nährstoffe beinhalten. Auch sollte auf Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und andere chemische Zusätze im besten Fall restlos verzichtet werden. Auch die verwendete Qualität des Fleisches (Fleisch statt Fleischnebenerzeugnisse) sollte auf der Packung deklariert sein.

Wo man Fertigbarf erwerben kann

Viele Barf-Onlineshops verfügen inzwischen über ein großes Sortiment fertiger Barfportionen. Der bekannteste Anbieter hier ist Haustierkost, aber auch kleinere Shops wie Barfexpress, Futterfleisch24.de oder Juni-Barf können mit interessanten Angeboten punkten. Mittlerweile bieten auch immer mehr Geschäfte für Tierbedarf vor Ort eine (kleine oder große) Auswahl an fertigen Barf-Menüs an.

Fertiges Barf: Die richtige Entscheidung?

Ob man zu vorgefertigtem Barf greift oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es kann mit vielen Vorteilen punkten, hat aber ebenso viele Nachteile. Daher fällt die Entscheidung schwer.

Wenn man sich bei der Ernährung des Hundes unsicher fühlt und fürchtet, zu viele Fehler zu machen, ist fertiges Barf eine gute Alternative zu herkömmlichem Hundefutter. Auch auf Reisen oder für Pensionsaufenthalte kann Fertigbarf von Vorteil sein.

Wer jedoch langfristig Geld sparen möchte und die Speiseeinheiten gern individuell auf sein Tier abstimmt, sollte lieber selbst barfen.

Quelle Titelbild: Weevinz / Pixabay, creative commons public domain