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Geringerer Wasserbedarf und weniger Kot durchs Barfen?

Wer vor der Entscheidung steht, den eigenen Vierbeiner mit artgerechten Barf-Menüs zu verwöhnen, bekommt anfangs manchmal total verrückte Barf-Mythen zu hören, die sich leider immer noch hartnäckig halten.

Ein „beliebter“ Mythos ist, dass Hunde blutrünstig werden, sobald sie rohes Fleisch verzehren. Dieses Gerücht ist komplett aus der Luft gegriffen! Hier wird einfach die unwahre Behauptung aufgestellt, dass bei Hunden, die Blut lecken, wieder die Instinkte des wilden Raubtieres aktiviert werden. Sprich, der Hund fällt über seinen Halter her, sobald dieser sich einmal verletzt.

Ein anderer Mythos lautet, dass nur Fertigfutter dem Hund alle Nährstoffe gibt, die er benötigt. Dies ist wieder falsch! Wenn man sich die Zutatenliste auf verschiedenen Futterpackungen genauer durchliest, stellt man meist sehr schnell fest, dass im Futter zahlreiche Inhaltsstoffe enthalten sind, die der Hund nicht braucht oder ihm sogar schaden. Auch sind häufig Geschmacksverstärker dem Futter beigemischt, damit der Hund seine Mahlzeiten überhaupt anrührt.

Es gibt jedoch zwei Sachverhalte übers Barfen, die auch wirklich der Wahrheit entsprechen.

Gebarte Hunde brauchen weniger Wasser

Hundehalter, die vor kurzem mit Barf angefangen haben, wundern sich anfangs sehr oft, warum der eigene Hund auf einmal viel weniger Wasser benötigt als früher. Ist das auch wirklich normal?

Hier gilt ein eindeutiges „Ja!“. Es ist vollkommen normal, dass bei der Frischfütterung weniger Wasser zusätzlich getrunken werden muss. Bei klassischem Trockenfutter sind durch die verschiedenen Herstellungsprozesse insgesamt meist nur noch 10% Wasser enthalten. Der Hund muss also viel mehr Wasser trinken, um seinen täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Beim Barfen bestehen die Rationen zu rund 75% aus Wasser. Das Wasser ist sowohl im rohen Fleisch als auch im frischen Obst und Gemüse enthalten, das der Hund bei jeder Barf-Mahlzeit erhält. Somit muss die Fellnase nur noch kleine Mengen an Wasser über den Tag verteilt zu sich nehmen.

Weniger Kot durchs Barfen

Eine zweite Frage, auf die Anfänger gelegentlich stoßen, ist diese, warum der Hund plötzlich weniger oder seltener Kot absetzt.

Die Erklärung ist denkbar einfach. Durch das Barf-Futter werden hochwertige Nährstoffe verfüttert, die der wahren Natur des Hundes sehr nahe kommen. Somit kann der Vierbeiner die Inhaltsstoffe viel besser verwerten, wodurch auch deutlich weniger Kot entsteht.

In der Regel muss sich der gebarfte Hund nur noch einmal täglich lösen. Die geringere Kotabsetzung ist damit ein doch sehr angenehmer „Nebeneffekt“ des Barfens.

Barf – Die artgerechte Hundeernährung

Besitzer gebarfter Hude müssen also keineswegs Angst haben, dass sich der eigene Hund demnächst blutrünstig und mit gefletschten Zähnen auf sie stützt. Stattdessen können sie sich völlig entspannt an den netten „Nebeneffekten“ des Barfens erfreuen mit der großen Gewissheit, der eigenen Fellnase damit auch etwas Gutes zu tun.

Quelle Titelbild: Zozz_ / Pixabay, creative commons public domain