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Pansen und Blättermagen gehören auf den Speiseplan

Die Gesundheit des Hundes beginnt bereits im Napf. Eine möglichst natürliche Ernährung ist für den Hund, genau wie für uns Menschen, ein wichtiger Schritt zu einem langen, leistungsfähigen Leben voller Energie. Die artgerechte Hundeernährung besteht dabei jedoch nicht aus Trocken- oder Dosenfutter, sondern besticht durch einen bunten Mix an Fleisch, Gemüse, Obst, Knochen aber auch Mägen von Wiederkäuern wie Pansen. All diese Zutaten sind feste und regelmäßige Bestandteile auf einem Barf-Speiseplan.

Auf die letzte Zutat des Speiseplans, Mägen von Wiederkäuern, wollen wir uns im Folgenden ein wenig näher konzentrieren. Auch wenn uns beim Anblick von Gedärmen – im Gegensatz zu unseren Vierbeiner – nicht direkt das Wasser im Mund zusammenläuft.

Mägen von Wiederkäuern stehen bei Hunden hoch im Kurs

Bei vielen Hunden sind Mägen von Wiederkäuern ganz regelmäßig auf dem Speiseplan zu finden. Durch den hohen Anteil an Muskelfleisch zählen diese aber nicht zu den klassischen Innereien wie beispielsweise Rinder- oder Geflügelleber.

Pansen und Blättermagen – Das verbirgt sich dahinter

Der Pansen setzt sich aus dem äußeren Bauchfell, einer Muskelschicht sowie einer inneren Schleimhaut zusammen. Von den drei Vormägen des Rindes ist er der größte und insgesamt in mehrere Kammern untergliedert. Bei der Verdauung kommt dem Pansen eine bedeutende Rolle zu. Dort wird das aufgenommene Futter gegärt, indem Mikroorganismen die Zellulose aus den Pflanzen zersetzen. Gras und andere pflanzliche Stoffe können so besser verdaut und verwertet werden.

Der Blättermagen, ein weiterer Vormagen von Wiederkäuern, ist bei Rindern etwa so groß wie ein Medizinball und trägt seinen Namen aufgrund einer optischen Besonderheit. Er besteht aus rund 100 Schleimhautfalten, welche im Inneren des Tieres den Blättern eines Buches ähneln. Der Blättermagen ist unter anderem für die Aufnahme von Wasser und Fettsäuren aus der Nahrung zuständig.

Grüner Pansen ist eine echte Vitaminbombe

Besonders im grünen Pansen sind viele wertvolle pflanzliche Nahrungsrückstände vorhanden. Er ist reich an zahlreichen Vitaminen (wie A, E, B1 bis B12, C, D oder E) und enthält zusätzlich Eisen, Magnesium, Jod, Fluor, Calcium, Phosphor, Kupfer, Zink, Schwefel und Mangan. Deshalb ist grüner Pansen auch ein unbedingtes Muss beim Barfen und kann ein bis drei Mal pro Woche verfüttert werden. Besonders häufig wird der grüne Pansen vom Rind oder Lamm verwendet. Für Hunde mit Nierenproblemen ist dieser übrigens ebenfalls sehr gut geeignet.

Grüner Panser und andere Mageninhalte sind für Hunde besonders gesund
Platus / Pixabay, creative commons public domain

Der Blättermagen eignet sich sogar zum Abnehmen

Der Blättermagen – reich an natürlichen Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen – ist zwar etwas kleiner als der Pansen, enthält bei einem niedrigeren Fettgehalt aber fast genau die gleichen Nährstoffe. Aus diesem Grund kann er bei einer Ernährungsumstellung auch auf den Hunde-Diät-Plan gesetzt werden.

Weißer Pansen – Fast geruchlos, aber eher nichts fürs Barfen

Weißer Pansen vom Rind enthält weniger Vitamine und Mineralien, da er gereinigt und vorgegart ist. Für uns Menschen ist dann zwar die Geruchsbelästigung geringer, aber dem Hund fehlen so wichtige Nährstoffe. Somit macht es wenig Sinn, den weißen Pansen regelmäßig ins Barf-Menü einzubauen.

Nasenklammer auf! Dem Hund zuliebe

Auch wenn uns Menschen weder der Anblick noch der spezielle Geruch von Gedärmen besonders anspricht, so sind Mägen von Wiederkäuern dennoch sinnvolle und wertvolle Barf-Bestandteile.

Übrigens: Auch getrocknet ist Pansen vom Rind erhältlich. Viele Hunde fresse diese getrockte Form gerne als Leckerli und darin sind immer noch verschiedenste Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Quelle Titelbild: Charly_7777 / Pixabay, creative commons public domain