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Eier für Hunde: Ein umstrittener Zusatz

Die verschiedensten Fütterungs-Methoden für Hunde haben sich in der Zwischenzeit scheinbar zu einer Wissenschaft entwickelt. Wenn sich Hundehalter in verschiedenen Foren oder Gruppen umhören, scheint es, als müsste man Ernährungswissenschaften studiert haben, nur um den Hund artgerecht und gesund zu ernähren. Natürlich will jeder das Beste für seinen Vierbeiner und Barf zählt zweifelsohne zu den gesundesten Fütterungsarten. Gerade bei speziellen Themen wie Eier für Hunde im Futternapf gibt es unterschiedliche Meinungen und Theorien. Genau dieses Thema schauen wir uns nun nachfolgend ausgiebig an.

Eier für Hunde: Darf, muss, soll oder ein absolutes No-Go?

Bei Barf dreht sich vieles, wenn nicht sogar alles um Rohfütterung. Dementsprechend werden auch Eier für Hunde roh verfüttert. Das Ei ist ein wertvolles Nahrungsmittel und bietet dem Hund wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Eier für Hunde werden beim Barfen in ihre unterschiedlichen Zusammensetzungen zerlegt. Roh darf man Eigelb und Eierschalen füttern, das Eiweiß kann im rohen Zustand jedoch schädlich sein. Die einzelnen Komponenten werden nun intensiv durchleuchtet, um so letzte Zweifel und Bedenken auszuschließen.

Nicht alle Ei-Bestandteile dürfen verwendet werden
Myriams-Fotos / Pixabay, creative commons public domain

Eierschalen als toller Kalzium-Lieferant

Eierschalenmehl kann man als Zusatz für den Futternapf in vielen Barf-Shops und gut sortierten Drogerien kaufen. Sorgfältig zubereitet kann dies aber auch günstig selbst zu Hause hergestellt werden.

Die Eierschalen müssen natürlich absolut sauber sein. Holt man die Eier aus dem eigenen Stall oder von einem Bio-Bauernhof, so sind diese meist mit Erde und auch Kot verunreinigt. Diese Verschmutzungen kann man mit kochendem Wasser rasch abwaschen. Etwaige Bakterien werden dadurch auch zerstört. Hinterher wird die Eierschale gut abgetrocknet und beispielsweise im Mörser oder Mixer zu feinem Mehl verarbeitet.

Das Eierschalenmehl sorgt dafür, dass der Calcium- und Phosphor-Haushalt ausbalanciert ist. Pro etwa 500 Gramm Frischfleisch werden 2 Gramm Eierschalenmehl beigemischt. An Tagen, an denen man Leber oder Hühnermägen füttert, wandern pro 500 Gramm Fleisch etwa 5 bis 10 Gramm Eierschalenmehl in den Napf. Bei säugenden und trächtigen Hündinnen – auch bei Welpen ist der Kalzium Bedarf höher – kann man die Zugabe von Eierschalenmehl individuell anpassen.

Eier für Hunde: Das Eigelb

Auch das Eigelb für den Vierbeiner muss frisch sein und soll Lebensmittelqualität haben. Eigelb hat den Ruf, für besonders glänzendes und gesundes Fell verantwortlich zu sein. Dafür sorgen die enthaltenen Fettsäuren und Vitamine. Eigelb sollte man immer roh füttern, da so alle hochwertigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Das umstrittene Eiweiß

Im Vergleich zu Eigelb darf man Eiweiß niemals roh verfüttern. Eiweiß im rohen Zustand enthält Avidin, ein Stoff, der die Aufnahme von Biotin verhindert. Biotin, auch Vitamin H oder Vitamin B7 genannt, ist eines der wichtigsten Vitamine für den Hund.

Durch einen Mangel kann es zu Stoffwechselproblemen kommen. Dies äußert sich in trockener und juckender Haut und stumpfem Fell. Durch das Kochen oder Braten von Eiweiß in hochwertigen Ölen wird das Avidin im Eiweiß unschädlich gemacht und der Vierbeiner kann es genießen.

Viele Tiere leiden jedoch an einer Eiweiß Unverträglichkeit und reagieren allergisch auf Hühnereiweiß. Beginnt man damit, Eier für Hunde zu verfüttern, sollte man vor allem auf eventuelle Veränderungen und Symptome achten.

Die Inhaltsstoffe in einem Ei

Eier enthalten unter anderem Vitamin A, B1, B2, B6, B12, C, D und K. Weiter findet man in Eiern Folsäure, Niacin und Pantothensäure. Auch ist das Ei ein toller Lieferant für Kalzium, Natrium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Jod, Mangan, Chrom und Selen.

Eier für Hunde: Die Inhaltsstoffe sind für Hunde sehr gesund
Pezibear / Pixabay, creative commons public domain

Eier für Hunde sind somit eine wahre Bombe an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Fettsäuren, die für die Gesundheit des geliebten Vierbeiners wichtig sind.

Richtig gefüttert sind Eier für Hunde ein absoluter Hit

Eier sind eine günstige Quelle für wertvolle Inhaltsstoffe. Wer sich bei der Gabe von Eiweiß unsicher ist, sollte es einfach weglassen. Es gibt genügend Rezepte für leckere Kuchen oder Omelette, bei denen man mehr Eiweiß als Eigelb benötigt, und Hundehalter sowie Hund können das Ei somit brüderlich teilen. Ein Richtwert für die Ei-Fütterung ist ein bis zwei Eier pro Woche.

Ein wichtiger Punkt zum Abschluss: Niemand muss in Panik verfallen, wenn ein Ei beim Kochen zu Boden fällt und der Vierbeiner im Eifer das ganze Ei im Nu aufschleckt. Lediglich ein Eiweiß, auch wenn es roh ist, schadet keinem gesunden Vierbeiner.

Quelle Titelbild: Pezibear / Pixabay, creative commons public domain